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Urologie
Hauptabteilung für Urologie

Harnröhrenverengungen

Pro Jahr werden in der Hauptabteilung für Urologie mehr als 400 offene Harn­röhren­rekonstruktionen unter­schiedlicher Art durchgeführt.

Harnröhrenstrikturen sind narbige Verengungen der Harnröhre. Die Einteilung der Striktur erfolgt nach der anatomischen Lage. Die Erkrankung betrifft in der Regel Männer, selten auch Frauen und kann prinzipiell in jedem Alter entstehen.

Symptome sind ein abgeschwächter, dünner Harnstrahl, verlängerte Wasserlassenzeit, verzögerter Beginn des Wasserlassens, Nachträufeln, häufigeres Wasserlassen sowie das Gefühl, die Harnblase nicht komplett entleeren zu können.  Aufgrund der unvollständigen Blasenentleerung muss die Blase auch mehr Druck zur Entleerung aufbringen. Folge können Harnwegsinfekte, Prostata – oder Nebenhodenentzündung (Prostatitis, Epididymitis) sein, aber auch das komplette Unvermögen, die Blase zu entleeren (Harnverhaltung). In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung wird der gesamte Harntrakt in Mitleidenschaft gezogen: Die Blase verliert an Kraft, die Nierenfunktion kann sich verschlechtern und letztlich in einer Niereninsuffizienz resultieren. Daher ist sehr wichtig, die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu therapieren.

Fast alle Harnröhrenstrikturen sind erworben, d.h. nicht angeboren. Ein Teil der Strikturen sind iatrogen, d.h. Folge von medizinischen Eingriffen durch die Harnröhre oder an der Harnröhre selbst (traumatische Einlage eines Dauerkatheters, Eingriffe an der Prostata, Strahlentherapie bei Prostatakrebs, …). Eine weitere Ursache sind Unfälle, die mit einer Prellung des Dammbereichs, einer Beckenfraktur oder einer Verletzung der Harnröhre selbst einhergehen. Auch bakterielle Harnröhrenentzündungen (Urethritis) können sich erst Jahre später durch eine Striktur äußern und machen etwa 20% der Fälle aus. Bei ca. einem Drittel der Patienten kann keine Ursache gefunden werden und bleibt ungeklärt.

Eine Abschwächung des Harnstrahls kann mit einer Harnstrahlmessung (Uroflowmetrie) objektiviert werden. Per Ultraschall wird untersucht, ob die Blase komplett entleert werden kann. Die Enge selbst kann ebenfalls per Ultraschall oder radiologisch (CUG-Cysturethrographie) dargestellt werden oder in einer Blasenspiegelung (Urethrozystoskopie) zweifelsfrei gesehen werden.

Bei einer akuten Harnverhaltung ist die Anlage eines transurethralen oder suprapubischen Blasenkatheters notwendig.

In der weiteren Versorgung ist der aktuelle „Goldstandard“ die endoskopische Schlitzung der Harnröhre: Urethrotomia interna. Das Lumen der Harnröhre wird hierdurch erweitert. Oft kommt es jedoch im weiteren Verlauf zu einer erneuten Ausbildung einer Enge, einer Rezidivstriktur. Dann kann eine nochmalige Schlitzung erfolgen. Kommt es allerdings erneut zu einer Enge, sollte eine definitive operative Versorgung durchgeführt werden. Bei der sogenannten Mundschleimhautplastik wird über eine offene Exzision das Narbengewebe inzidiert, ggf. entfernt und anschließend eine Harnröhrenplastik (Inlay oder Onlay-technik) mit einem Gewebeersatz aus Mundschleimhaut durchgeführt. Diese Methode erzielt gute Ergebnisse mit langfristigen Heilungsraten von 85-90%.

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