Schritt für Schritt zum wahren Ich

Häufige Fragen
Geschlechtsangleichende OP Mann-zu-Frau

Als Grundvoraussetzung gilt eine vorangegangene Psychotherapie inkl. Alltagstest, das bedeutet mit der Rolle des gewünschten Geschlechts im Alltag zu leben und das auch nach außen zu tragen.

Außerdem müssen Sie die Einnahme gegengeschlechtlicher Hormone über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten nachweisen können.

Reichen Sie bei uns zwei unabhängige Fachgutachten zur Diagnose „Transsexualität Mann zu Frau” ein. Dies können z. B. die zwei Gutachten für die Vornamens- und Personenstandsänderung sein.

Zudem brauchen wir die Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse für die anstehende(n) Operation(en) bzw. Ihre Erklärung zur privaten Kostenübernahme.

Auch die Indikationsstellung (Anzeige der medizinischen Notwendigkeit) zur Durchführung der geschlechtsangleichenden Operationen von einem Arzt (Psychiater, Psychosomatiker oder ärztlicher Psychotherapeut), der in der Behandlung von transsexuellen Patienten erfahren ist und den Patienten schon länger betreut (z. B. einer der Gutachter), muss uns vorliegen.

Vor dem geschlechtsangleichenden Eingriff besuchen Sie unsere Sprechstunde, damit wir jegliche medizinischen, juristischen und auch ganz persönlichen Fragen beantworten können. Wir klären Sie über die operativen Möglichkeiten, deren einzelne Schritte und damit verbundene Risiken, Nebenwirkungen und Folgen auf.

Ja. Unsere Kliniken haben Vereinbarungen mit allen Krankenkassen zur Durchführung von geschlechtsangleichenden Operationen.

Für einen Termin an unserem Standort Bogenhausen, Richard-Strauss-Straße 101, 81679 München, melden Sie sich bitte telefonisch unter +49 (0)89 92794 – 2000.

Nach einem ausführlichen Gespräch in unserer Sprechstunde (siehe Frage 3) wird gemeinsam das weitere Vorgehen festgelegt. Sobald wir Einsicht in alle nötigen Unterlagen genommen haben (siehe Frage 1) können Sie telefonisch unter +49 (0)89 92794 – 4000 einen Operationstermin vereinbaren.

Die Neovagina wird zwischen Darm und Blase gebildet und mit der umgestülpten Penisschafthaut (sog. Invaginationsmethode) ausgekleidet. In den meisten Fällen wird zusätzlich eine Hauttransplantat von der Hodensackhaut verwendet.
Damit erreichen wir:

  • eine möglichst tiefe Neovagina
  • eine möglichst weite Neogavina
  • die Vermeidung von Zugbelastung oder Spannung auf die Neovagina selbst und den Bereich von Harnröhre, Klitoris und Schamhügel

In der Regel finden zwei geplante Eingriffe statt. Bei der ersten Operation erfolgt die Entfernung von Schwellkörpern und Hoden, Bildung der Neovagina, Kürzung der Harnröhre und Bildung der Neoklitoris aus der Eichel. Die zweite Operation dient der Korrektur der Schamlippen, der Erweiterung des Scheideneingangs und dem Aufbau eines Schamhügels.

Bei der ersten Operation bleiben Sie normalerweise ca. zwei Wochen im Krankenhaus, beim zweiten Eingriff eine knappe Woche.

Um eine vollständige Wundheilung zu ermöglichen, sollten einige Monate zwischen den beiden Eingriffen liegen.

Für einen groben, durchschnittlichen Richtwert können Sie die Dauer Ihres stationären Aufenthaltes verdoppeln. Allerdings variiert die Krankschreibung stark und ist von dem individuellen Verlauf und der Heilung abhängig, weshalb wir keine verbindlichen Angaben machen können.

Wie bei jedem anderen chirurgischen Eingriff bestehen auch bei geschlechtsangleichenden Operationen grundsätzliche Operationsrisiken: Blutungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen und die Bildung von Blutgerinnseln und deren Verschleppung.

Zusätzlich gibt es spezifische Komplikationen, die im Rahmen von geschlechtsangleichenden Operationen auftreten können:

  • Verletzungen von Darm, Blase oder Harnröhre. Diese kommen extrem selten vor. Sollte so etwas passieren, dann ist es möglich, dass sich Fisteln (nicht natürliche Verbindungen) z. B. zwischen Blase und Neovagina entstehen. Wenn dies der Fall wäre, würde ein erneuter Eingriff durchgeführt, um dieses Problem zu beheben.
  • Sehr selten ist Gewebsverlust im Sinne des Absterbens der Neoklitoris oder des Vollhauttransplantates. Manchmal kommt es zu Wundheilungsstörungen im Bereich der Hauttransplantate, bei denen kleine Areale absterben. Diese Defekte verheilen jedoch meist von allein.
  • Verengungen der Neovagina sind sehr selten. Manchmal kann es jedoch durch narbige oder entzündliche Prozesse dazu kommen. Wenn dies störend oder hinderlich ist, so muss dann eine Korrektur Operation erfolgen.
  • Verengungen der neuangelegten Harnröhrenöffnung sind selten und werden meisten im Rahmen der zweiten, geplanten OP mitversorgt.

Das körperliche sexuelle Empfinden kann sich ändern. Da es sich hierbei um ein komplexes Zusammenspiel aus seelischen, geistigen und körperlichen Empfindungen handelt, können wir vorab keine Aussagen über Ihre individuellen Veränderungen machen. Eine komplette Orgasmusunfähigkeit ist aber extrem selten.

Die Klitoris wird aus der Eichel gebildet, die dazu komplett am Gefäß-Nerven-Bündel erhalten, aber nur zum Teil von außen sichtbar als Klitoris eingesetzt wird.

Ja. Bei der Bildung der Neovagina wird intraoperativ ein beschichteter Schaumstoffplatzhalter (Stent) eingebracht. Einige Tage nach der Operation wird dieser wieder entfernt.

Ca. 14 Tage nach dem ersten Eingriff kann die Neovagina mit medizinischen Dilatatoren bzw. Dildos/Vibratoren vorsichtig gedehnt werden.

Je nach Stärke der Behaarung kann eine dauerhafte Haarentfernung sinnvoll sein. Im Rahmen der Sprechstunde kann diesbezüglich eine individuelle Beratung stattfinden.

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